042 63 . 12 14    Home . Kontakt . Impressum . Datenschutz 


Als Competence Center Apotheke veröffentlichen wir hier regelmäßig Informationen zum Thema Natur-Arznei. Wählen Sie ein Thema aus der folgenden Übersicht aus, dann gelangen Sie direkt zum Artikel oder scrollen Sie einfach, um von einem Thema zum anderen zu gelangen.

Im Alter den Appetit anregen Mit Artischocke die Blutfette im Griff
Prostata-Beschwerden lindern Tipps für eine gesunde Blase
Erfrischung für Ihre Nieren Gute Verdauung durch Fenchel
Schöne Haut und befreite Bronchien Biochemie nach Schüßler
Wohltuender Tee für Ihre Nerven Wenn es im Magen & Darm rumort
Reizblase vorbeugen mit Kürbis
Kurkuma - gut gegen Blähungen   Aus rechtlichen Gründen weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich   kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann.
Husten mit Eukalyptus lösen
Ein Kraut für Psyche & Haut
 



Eukalyptus: Wohltuend für Menschen und Koalas  


© Foto: Scisetti Alfio . fotolia.com
Ursprünglich stammt der Eukalyptusbaum aus Australien, wo einige Arten als hauptsächliche Nahrungsquelle für Koala-Bären dienen. Diese Beuteltiere verlassen ihre Bäume nur äußerst selten, denn die Eukalyptusblätter versorgen sie ausreichend mit Nährstoffen und Wasser.

In der Heilkunde steht vor allem die Art Eucalyptus globulus im Vordergrund, deren Blätter besonders viel des ätherischen Öls Cineol enthalten. Hustenbonbons kommen kaum ohne Eukalyptus aus, denn bei Erkältungskrankheiten lindert das Cineol den Husten.
Es sorgt dafür, dass der Bronchialschleim verflüssigt wird und gut abgehustet werden kann. Aus den getrockneten und klein geschnittenen Eukalyptusblättern lässt sich auch ein Tee zubereiten. Dazu wird drei- bis viermal am Tag ein Teelöffel der zerkleinerten Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht und fünf Minuten bedeckt ziehen gelassen.

Noch besser als ein Teeaufguss, bei dem viele ätherische Öle verloren gehen, wirken Fertigarzneimittel aus der Apotheke. In vielen Kapseln oder Tropfen zum Einnehmen finden sich Cineol oder Eukalyptusöl. Sie bilden aber auch einen Hauptbestandteil von Erkältungscremes. Ein Teil davon wird nach dem Einreiben über die Haut aufgenommen. Die übrigen ätherischen Öle verflüchtigen sich nach und nach und befreien auf diese Weise die Atemwege. Auch als Zusatz für Inhalationen werden die Cremes gerne verwendet.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]

Wege zu einem guten Appetit  

Mit dem Älterwerden vergeht vielen Menschen der Appetit. Verschiedene hormonelle Faktoren und das Nachlassen von Geruchs- und Geschmackssinn spielen eine Rolle. Senioren geraten dann leicht in einen Mangelzustand. Was dagegen hilft, lesen Sie hier.

Bei älteren Menschen sinkt mit den Jahren der Energiebedarf. Etwa ab dem 70. Lebensjahr nehmen Senioren kontinuierlich ab, und zwar jährlich zwischen 250 und 450 Gramm. Fehlt es an Appetit, geht der Gewichtsverlust oft darüber hinaus. So werden der natürlicherweise stattfindende Abbau an Muskulatur und der Umbau zu Fett noch verstärkt. Der Mangel an wichtigen Nähr- und Mineralstoffen sowie Spurenelementen kann mehr Kraft rauben und die Immunabwehr schwächen als es altersbedingt normalerweise

© Foto: Tanja . fotolia.com
der Fall wäre. Im Alter kommt es also mehr noch als in jungen Jahren darauf an, das Richtige zu essen, damit man zum Beispiel einem Infekt oder anderen Krankheiten etwas entgegensetzen kann.

Wie lässt sich der Appetit dafür wieder aktivieren?

Schon kleine Veränderungen können Wirkung zeigen:

  Wer sich täglich an der frischen Luft bewegt, steigert damit seinen Appetit.

  Frische Luft in die eigenen vier Wände zu lassen, lässt ältere appetithemmende
  Gerüche weichen.

  Mahlzeiten reichlich mit Gewürzen abschmecken. Deren Aromen fordern Geruchs- und
  Geschmackssinn heraus.

  Weil auch die Augen mitessen und für das Appetitempfinden eine Rolle spielen, darf der
  Tisch gerne schön gedeckt und das Essen appetitlich zubereitet sein.

  Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag bekommen Menschen mit wenig Appetit oft besser als
  drei große Mahlzeiten.

  Ein Aperitif kann den Appetit zusätzlich anregen.

Appetitanreger aus der Apotheke enthalten sogenannte Bitterstoffe, die in verschiedenen Pflanzen vorkommen. Diese Substanzen machen im wahren Wortsinne den Mund wässrig, weil sie die Speichelproduktion fördern, so wie den Ausstoß des Magen-Darm-Hormons Gastrin unterstützen. Dadurch werden verschiedene Prozesse angeregt, die den Körper auf Nahrungsaufnahme vorbereiten und so auch den Appetit fördern.

Die beste Wirkung zeigen Zubereitungen aus Bitterstoffen, wenn sie eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden. Säfte, Tees und Tinkturen wirken im Mund und eignen sich deshalb besonders gut. Zu den Bitterstoffpflanzen bei Appetitmangel zählen unter anderem Enzianwurzel, Wermut-, Tausendgülden- und Schafgarbenkraut sowie Angelikawurzel und Chinarinde.

Neben Bitterstoffen fördern auch einige ätherische Öle den Appetit, so etwa die in Anis und Fenchel enthaltenen. Knoblauch und Ingwer enthalten Scharfstoffe. Sie wirken ähnlich wie Bitterstoffe. Ein weiterer Aspekt, der hilft, genug zu essen: die Mahlzeit in geselliger Runde einzunehmen. Wer kann, sollte soziale Kontakte aktivieren und vorschlagen, öfter mal gemeinsam zu speisen.

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Artischocke senkt erhöhte Blutfettwerte  


© Foto: Friedberg . fotolia.com
Seit der Antike schätzen Feinschmecker die großen grünvioletten Blütenköpfe der Artischocke (Cynara scolymus). Vorzugsweise die fleischigen Hüllblätter sowie der Blütenboden ergänzen edle Speisen als Gemüse.

Für Artischockenextrakte, die als Arzneimittel die Fettverdauung normalisieren, werden jedoch die Laubblätter der Pflanze eingesetzt. Sie enthalten erheblich mehr Wirkstoffe als die Blütenblätter.

Übermäßig fettes Essen oder ein gestörter Gallenfluss verursachen nicht selten heftige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, die sich in Bauchschmerzen, Blähungen oder Übelkeit äußern. Hier haben Artischockenextrakte
ihre Relevanz, denn sie regen den Gallenfluss an. Mehr Gallenflüssigkeit sorgt dafür, dass auch größere Fettmengen einfacher verdaut werden.

Die Wirkung der Artischocke auf den Gallenfluss zieht noch einen weiteren gesundheitlich wertvollen Effekt nach sich: Mit der Gallenflüssigkeit wird Cholesterin ausgeschieden, wodurch erhöhte Blutfettspiegel sinken. Studien zeigten, dass das vor allem das "schlechte" LDL-Cholesterin betrifft. In anderen Untersuchungen bewiesen Forscherteams, dass der Cholesterinaufbau in der Leber direkt gehemmt wird.

Artischocke wird nur selten als Tee zubereitet, denn die standardisierten Extraktpräparate aus der Apotheke enthalten erheblich mehr der wirksamen Stoffe.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Sägepalme lindert Beschwerden der Prostata  

Die Sägepalme (Serenoa repens oder Sabal serrulata) stammt aus den warmen Gefilden Nordamerikas. Schon seit dem 19. Jahrhundert werden ihre Früchte in der Heilkunde bei Prostataleiden verwendet, und noch heute sammelt man sie dafür aus den Wildbeständen. Die Früchte werden anschließend getrocknet und pulverisiert, und das Pulver dient als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Extrakten. Diese werden dann zu Fertigarzneimitteln weiterverarbeitet, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.


© Foto: DOC RABE Media . fotolia.com
Im vorgerückten Lebensalter plagt sich ein großer Teil der Männer mit den Folgen einer vergrößerten Prostata: Beschwerden beim Wasserlassen und häufiger Harndrang stehen dabei meist im Vordergrund. Sägepalm-Präparate zeigen hier ihre Stärken: In klinischen Studien vergrößerten sich während der Einnahme die Harnflussrate der Teilnehmer, und diese mussten auch nicht mehr so oft auf die Toilette.

Die Wissenschaftler führen die Wirkung der Früchte darauf zurück, dass sie bestimmte Stoffe enthalten, die den männlichen Sexualhormonen entgegenwirken. Die Hormone lassen die Prostata wachsen, und die wirksamen Bestandteile der Sägepalme erschweren diesen Vorgang. Die Früchte der Sägepalme können das Wachstum der Prostata zwar nicht endgültig aufhalten, sie lindern jedoch die quälenden Symptome. Auf diese Weise verbessern sie die Lebensqualität der Patienten deutlich.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Bärentraube: Blätter desinfizieren die Blase  


© Foto: gudrun . fotolia.com
Für die Pflanzenheilkunde werden nicht die roten Beerenfrüchte der Bärentraube (Arctostaphylos uva ursi) eingesetzt, sondern ihre kleinen ledrigen Blätter. Diese werden gerne als Tee bei leichten Blasenentzündungen zubereitet, zusätzlich stehen auch standardisierte Fertigpräparate aus der Apotheke zur Verfügung.

Die Blätter enthalten den Wirkstoff Arbutin, der im Körper zu Hydrochinon umgewandelt wird, damit er aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden kann. Hydrochinon besitzt antibakterielle Eigenschaften. Er wird über den Harn ausgeschieden und trifft so in der Blase auf
die Entzündungserreger. Am besten wirkt Hydrochinon, wenn der Harn einen alkalischen pH-Wert aufweist. Reichlich pflanzliche Kost während der Zeit der Bärentraubenblätter-Behandlung soll dabei helfen.

Zwar zeigen Experimente und Erfahrungen mit der Bärentraube, dass ihre Blätter bei entzündlichen Harnwegserkrankungen durchaus erfolgreich eingesetzt werden können. In klinischen Studien ließ sich das jedoch bisher nicht nachweisen. Da Arbutin in höheren Dosen die Leber schädigen kann, empfehlen Fachleute Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter zwölf Jahren, keine Zubereitungen aus Bärentraubenblättern einzunehmen – alle anderen höchstens fünfmal pro Jahr. Die Dosis von viermal täglich drei Gramm der Blätter (400 bis 840 Milligramm Arbutin) und eine Behandlungsdauer von einer Woche sollten dabei nicht überschritten werden.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Birkenblätter spülen die Nieren  


© Foto: Achim Gedrat
Seit Jahrhunderten gelten Birken im mitteleuropäischen Volksglauben als Symbol für das erwachende Leben im Frühling, und noch heute werden Birken oft als Maibäume aufgestellt. In die Volksheilkunde hielt der Baum ebenfalls Einzug: Der im Holz enthaltene Birkenteer soll gegen Hautparasiten und entzündliche Hauterkrankungen helfen, wofür wissenschaftliche Belege bislang jedoch fehlen. Weitaus größere medizinische Bedeutung besitzen die Birkenblätter, die nachweislich harntreibend wirken.

Die als Heilmittel verwendeten Birkenblätter stammen von der Hängebirke (Betula pendula) und der Moorbirke (Betula pubescens) und werden nach dem Sammeln getrocknet und geschnitten. Ihre Inhaltsstoffe kurbelndie Nierendurchblutung an, wodurch mehr Harn gebildet wird. Somit sorgen Zubereitungen aus Birkenblättern für eine gesteigerte Durchspülung der ableitenden Harnwege bei bakteriellen Infekten und bei Nierengrieß. Zum Ausschwemmen von Ödemen bei Herzschwäche eignen sie sich jedoch nicht.

Aus Birkenblättern lässt sich sehr einfach ein Tee aufbrühen, von dem drei bis vier Tassen pro Tag empfohlen werden. Für eine Tasse wird ein Esslöffel (etwa ein Gramm) der Blätter mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergossen und nach zehn bis 15 Minuten abgeseiht.

Apotheken bieten Birkenblätter auch in fertigen Aufgussbeuteln an. Damit dem Körper während der Therapie nicht zu viel Flüssigkeit verloren geht, sollte man zusätzlich reichlich trinken.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Fenchel fördert die Verdauung  

Der Fenchel (Foeniculumvulgare) dürfte eine der Heilpflanzen sein, die fast jedem Menschen sehr früh in seinem Leben begegnen. Seine milde appetit anregende, verdauungsfördernde und entblähende Wirkung macht Fencheltee zu einem idealen Getränk für Säuglinge, die häufig unter Blähungen leiden.

Aber auch Erwachsenen hilft der Fenchel bei Magen-Darm-Beschwerden. In Indien werden beispielsweise kandierte ganze Fenchelfrüchte nach dem Essen geknabbert, um die Verdauung anzukurbeln.


© Foto: Jessmina . fotolia.com
Diese Beliebtheit bei vielerlei Magen-Darm-Beschwerden verdankt der Fenchel seinen ätherischen Ölen, deren Hauptkomponente, das Anethol, auch seinen herb-frischen Geschmack bestimmt. Die ätherischen Öle sorgen dafür, dass verstärkt Magensaft gebildet wird, und sie halten die für die Verdauung wichtige Bewegung der Magen-Darm-Muskulatur in Gang. Sie besitzen daneben auch krampflösende Eigenschaften, was sich besonders bei Darm-Koliken als Vorteil erweist.

Die Wirkung von Fencheltee entfaltet sich am besten, wenn man vor dem Aufbrühen die Fenchelsamen mit einem Mörser "anstößt", wie der Apotheker sagt. Dabei werden die harten Schalen der Fenchelfrüchte angeknackt, damit die ätherischen Öle entweichen können. Einmal angestoßenen Fenchel sollte man nicht zu lange aufbewahren, weil die ätherischen Öle schnell verfliegen.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Spitzwegerich beruhigt Bronchien und entzündete Haut  


© Foto: Christian Pedant . fotolia.com
Schon seit der Steinzeit wächst der ursprünglich aus Asien stammende Spitzwegerich (Plantago lanceolata) in hiesigen Breiten. Im Mittelalter erkannte man seine Eigenschaften als Heilpflanze unter anderem gegen Erkältungsbeschwerden und Hautprobleme, die zum großen Teil mit modernen wissenschaftlichen Methoden bestätigt werden konnten.

Drei Gruppen von Inhaltsstoffen sind für die wesentlichen Wirkungen zuständig: Die Schleimstoffe legen sich auf angegriffene Stellen und wirken daher im Rachenraum hustenreizlindernd. Die Gerbstoffe versiegeln entzündete Hautregionen und fördern deren Abheilung. Die Substanz Aucubin, mit der sich der Spitzwegerich beispielsweise vor Befall mit Krankheitserregern schützt, ist ein natürliches Antibiotikum. Aus dem Zusammenspiel dieser Stoffe resultiert der positive Effekt der Pflanze bei Husten, Hautentzündungen oder bei der Wundheilung.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können einen Tee aus Spitzwegerichkraut verwenden. Dazu werden eineinhalb Teelöffel getrocknetes Kraut (1,5 Gramm) mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und mehrmals täglich eine frisch bereitete Tasse davon trinken. Der Aufguss enthält allerdings kein Aucubin mehr, da es bei Hitze zerstört wird. Besser eignen sich kalt hergestellte Presssäfte oder Auszüge, die man in vielen Fertigpräparaten aus der Apotheke findet. Mittlerweile ist Spitzwegerichextrakt auch in einzelnen Hautpflegeprodukten enthalten.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Schüßler-Salze: Weniger ist mehr  


© Foto: monropic - fotolia.com
Viel zu viele Arzneimittel gebe es, kritisierte Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) die Medizin – auch die Homöopathie – seiner Zeit. Tier-, Pflanzen- und Mineralreich lieferten die Ausgangsstoffe zu mehreren hundert Medikamenten.

„Krankheit entsteht durch ein Ungleichgewicht der Mineralsalze, insbesondere durch einen Mangel derselben“, meinte Schüßler und wählte einen anderen Weg.

Aus den Verbrennungsrückständen menschlicher Gewebe und Knochen isolierte er zwölf Verbindungen, die den größten Teil der
Rückstände ausmachten. Diese zwölf Salze bilden die Grundlage seines Arzneischatzes, der Biochemie nach Schüßler. So dient zum Beispiel Calcium fluoratum als Mittel für das Stütz- und Bindegewebe, für Gelenke sowie für gesunde Zähne und Haut. Kalium chloratum ist das Mineralsalz für die Schleimhäute. Und Silicea, Kieselsäure, ist das Schönheitssalz.

Von Homöopathie-Gründer Samuel Hahnemann (1755-1843) übernahm er das Verfahren des Potenzierens. Ein Teil Mineralsalz wird mit neun Teilen Milchzucker verrieben und ergibt so die Potenz D1. Zur D2 gelangt man, indem ein Teil der D1-Verreibung mit wiederum neun Teilen Milchzucker verrieben wird. Heute verwendet man die Schüßler-Salze vorzugsweise in Form von Tabletten. Wie bereits zu Schüßlers Zeiten kommt auch heute noch vorzugsweise die Potenz D6 zum Einsatz. Um eine Substitutionstherapie nach heutigem Verständnis, bei der ein Mineralmangel durch Dosierungen im Milligramm-Bereich ausgeglichen wird, handelt es sich bei den Schüßler-Salzen nicht.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Kamille – auf den "Hohlkopf" kommt es an  

In hiesigen Breitengraden kann man die Kamille (Matricaria chamomilla) wohl als die prominenteste Heilpflanze bezeichnen. Sie eindeutig zu identifizieren, fällt vielen jedoch nicht leicht. Denn ihre Blüte mit dem gelben Köpfchen und dem Kranz von weißen Blütenblättern außen herum ähnelt vielen anderen Pflanzen aus der Familie der sogenannten Korbblütler.

Neben dem typischen Geruch der Pflanze, den man bemerkt, wenn man die Blüte zerreibt, hilft ein weiteres Merkmal, die echte Kamille ausfindig zu machen: Ihr Blütenstandsboden ist hohl. Beim Blütenstandsboden handelt es sich um das kugelige Zentrum der Blüte, auf dem die winzigen gelben Röhrenblüten sitzen. Wenn man das Blütenköpfchen mit dem Fingernagel teilt, fällt es sofort auf.


© Foto: Dirk Paeschke, www.kostenlos-fotos.de
Die Kamille kommt gegen eine Vielzahl unterschiedlichster Leiden zum Einsatz. Dazu gehören sowohl Magenschmerzen und Blähungen als auch Entzündungen der Haut und Schleimhäute oder der Atemwege. So unterschiedlich die Einsatzgebiete erscheinen mögen, zur Behandlung wird oft ein Auszug der Kamillenblüten mit Wasser verwendet. Einfachstes Beispiel dafür ist der Tee, von dem bei Problemen im Magen-Darm-Trakt drei- bis viermal täglich eine Tasse getrunken wird. Dazu überbrüht man pro Tasse einen gehäuften Esslöffel der Blüten mit 150 Millilitern heißem Wasser, deckt die Tasse zu und seiht nach fünf bis zehn Minuten ab. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut gurgelt man mit frisch bereitetem Tee.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Drei für die Nerven  

Stress und Nervosität plagen viele Menschen in diesen rastlosen Zeiten. Pflanzliche Arzneimittel können hier gute Dienste leisten. Sie beruhigen das überreizte Nervenkostüm und fördern den Schlaf.

Baldrian (Valeriana officinalis) ist wohl die bekannteste beruhigende und schlaffördernde Heilpflanze. Mittlerweile weiß man genauer, wie ihre Inhaltsstoffe im Gehirn wirken. Die höchste Konzentration an schlaffördernden Wirkstoffen findet sich in der Wurzel der Pflanze. Aus den getrockneten Wurzelstücken können Tees oder Extrakte für Fertigpräparate hergestellt werden. Apotheken führen neben einer großen Auswahl von Baldrian-Fertigpräparaten auch lose Baldrianwurzel.

Dagegen weiß bis heute niemand genau, welche Inhaltsstoffe des Hopfens (Humulus lupulus) für seinen müde machenden Effekt verantwortlich sind. Klinische Studien liegen

© Foto: stockpics - fotolia.com
nur für den gesamten Hopfenextrakt in Kombination mit Baldrian vor. Dabei besserte sich durch diese Zweierkombination die Schlafqualität der Teilnehmer deutlich. Doch auch die alleinige Gabe von Hopfenzapfen beurteilt die europäische wissenschaftliche Kooperative für Pflanzenheilkunde (ESCOP) positiv. Sie empfiehlt den Einsatz bei Unruhe und Einschlafstörungen.

Als traditionelles Heilmittel gegen nervöse Einschlafstörungen wird auch die Melisse (Melissa officinalis) eingesetzt. Neben ätherischem Öl enthält sie Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Wie genau ihre Wirkung zustande kommt, konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Wahrscheinlich addieren sich wie bei vielen Heilpflanzen die Effekte verschiedener Inhaltsstoffe. In der Apotheke gibt es Melissenblätter beispielsweise in Fertigtees oder als lose Ware für individuelle Teemischungen. Außerdem sind Melissenextrakte auch in einigen Fertigarzneimitteln enthalten.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Kurkuma – gelbe Wurzel gegen Blähungen  

Gelbwurzel wird die Kurkuma (Curcuma longa) hier zu Lande oft genannt, denn der Wurzelstock besitzt eine intensiv gelbe Farbe. Die getrockneten und pulverisierten Kurkuma-Wurzeln sind auch ein Hauptbestandteil der indischen Gewürzmischung Curry und verleihen ihr das charakteristische Gelb. Allerdings verbessert Kurkuma nicht nur den Geschmack von Mahlzeiten, sondern macht sie auch bekömmlicher. Diese Eigenschaft teilt die asiatische Wurzel mit anderen Gewürzen wie Rosmarin, Salbei oder Wacholder. In der Heilkunde wird Kurkuma folgerichtig gegen Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen eingesetzt, denn die Inhaltsstoffe verstärken den Gallenfluss. Die Gallenflüssigkeit sorgt dafür, dass das Fett aus der Nahrung leichter verdaut werden kann. Darüber hinaus soll Kurkuma auch die Leber schützen und den Cholesterinspiegel senken.

Wer Kurkuma therapeutisch anwenden möchte, kann ein Pulver aus der Apotheke einnehmen. Experten empfehlen zwei- bis dreimal täglich etwa ein Gramm nach den Mahlzeiten. Es lässt sich aber auch ein Tee daraus zubereiten. Dafür wird ein knapper Teelöffel des Pulvers (1,3 Gramm) mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Über den Tag verteilt sollten dann zwei bis drei Tassen zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Bei längerem Gebrauch oder zu hoher Dosierung können Magenbeschwerden auftreten. Bei Problemen mit der Galle sollte Kurkuma-Wurzelstock nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Johanniskraut für Psyche und Haut  

Johanniskraut (Hypericum perforatum) erhielt seinen Namen, weil es im Sommer rund um den Johannistag seine strahlend gelben Blüten öffnet. An diesem Tag, dem 24. Juni, wird der Geburtstag von Johannes dem Täufer gefeiert; gleichzeitig handelt es sich um die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres. Fast scheint es, als ob die Pflanze das viele Licht, das sie in dieser hellsten Zeit des Jahres aufnimmt, speichern kann und an den Menschen weitergibt. Denn schon in der Volksheilkunde vergangener Jahrhunderte schätzte man ihre gemütsaufhellenden Qualitäten.

Die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte

© Foto: Dirk Paeschke, www.kostenlos-fotos.de
bis mittelschwere Depressionen konnte auch mit modernen Untersuchungsmethoden bestätigt werden und steht dem Nutzen von synthetischen Medikamenten kaum nach. Daher fand es als eine der wenigen Heilpflanzen seinen Weg auf die Ausnahmeliste der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die Ärzte noch zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verordnen dürfen.

Für die Arzneimittelherstellung gebraucht man meist Pflanzenextrakte, die mit Methyl- oder Ethylalkohol bereitet wurden. Die Auszüge werden in Tabletten, aber auch in Salben verarbeitet. Die Salbe wirkt gegen Neurodermitis, weil Johanniskraut äußerlich angewendet bei dieser Krankheit die juckenden Hautentzündungen lindern kann.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]
Kürbis verjagt Geister und schützt die Prostata  


© Foto: Dirk Paeschke, www.kostenlos-fotos.de
Vielerlei Fähigkeiten schreibt man Kürbissen zu: Ausgehöhlt, mit einem Gesicht verziert und von innen mit einer Kerze beleuchtet sollen die großen Früchte zu Halloween, also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, Schutz vor bösen Geistern bieten. Etwas handfester erscheinen da ihre Qualitäten als Arzneimittel. Kürbissamen oder Extrakte daraus werden gegen die Reizblase und die Probleme, die eine vergrößerte Prostata verursacht, eingesetzt. Dabei kommen vorwiegend solche Kürbisarten in Betracht, deren Samen weichschalig und ölreich sind.

Das Wissen um die segensreichen Wirkungen der Kürbiskerne stammt vor allem aus Südosteuropa, wo sie oft als Knabberei zwischendurch genossen werden. In diesen Ländern leiden Männer im vorgerückten Alter weitaus seltener an einer Vergrößerung der Prostata als mitteleuropäische Männer. Die Kürbiskerne lindern also nicht nur die Beschwerden bei bereits vergrößerter Prostata, sie tragen auch zur Prophylaxe bei.

Wissenschaftler vermuten, dass Inhaltsstoffe der Samen, die bisher aber noch nicht ermittelt
werden konnten, ein bestimmtes Enzym im Körper blockieren. Die Folge: Es entsteht weniger des prostatavergrößernden Hormons Dihydrotestosteron. Etwa zehn Gramm der Samen gelten als optimale Tagesdosis, in der Apotheke sind aber auch Fertigpräparate mit Extrakten aus Kürbissamen erhältlich.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

Mehr über Heilpflanzen finden Sie im Heilpflanzenlexikon unter www.nai.de

   [ top ]